Design 1 – Vom Fokus

Design 1 – Vom Fokus

Wenn du meinen Blog aufrufst, was fällt dir auf?
Richtig! — Viel Text, wenig Bild.
Warum mache ich das? Wäre es nicht sinnvoller mit Eyecatcher zu arbeiten, um meine Besucher in de Bann zu ziehen; bewusst Aufmerksamkeit erregen?
Sicher, würde Sinn ergeben… Aber in meinem Fall liegt der Fokus verstärkt auf schriftlichem Inhalt. Ausnahmen wird es geben, einige Beiträge mit großem Bild in den Fokus gerückt.

Der Begriff Fokus: 🔽
  • Etwas ins rechte Licht rücken, etwas in den Fokus setzen.
  • Aus dem lateinischen stammend ist focus ursprünglich das Wort für Feuerstätte / Herd. Der Begriff Focus / Fokus wird vorwiegend in der Optik verwendet, beschreibt Brennpunkt der Linse, Autofokus bei Kameras, fokussieren, etc.
  • Allerdings hat sich der Begriff über die Jahrhunderte ebenfalls als Synonym für Schwerpunkt, Mittelpunkt des Interesses, einer Sache, einer Auseinandersetzung, eines Diskurses, usw. etabliert und hielt daher Einzug in die Linguistik.
  • Im Deutschen ist die Schreibweise mit k korrekt, für mein Bannerlogo wirkt ein rundes c allerdings deutlich ästhetischer, weshalb ich die ursprünglich lateinische, respektive aktuelle englische Schreibweise wählte.

Geschmäcker sind verschieden

Was möchte ich damit verdeutlichen. Überlege einen Augenblick, wie du dich in der medialen Welt orientierst. Bilder und Videoschnipsel im Überfluss. Beispiel TikTok, das einzig und allein auf Videobasis funktioniert, dich unterhalten soll. Instagram legt den Fokus auf Bilder, der Text wird degradiertes Beiwerk. In 90% aller Fälle findest du unter den Bildern ausschließlich Hashtags. Newsportale hingegen verwenden teils Eyecatcher, teil verzichten sie darauf. Je seriöser ein Nachrichtenmagazin auftritt, desto weniger stark fokussiert es sich auf verschwenderisch platzierte große Eyecatcher.

Der Mensch hat sich visuell geopfert. Klicken, swipen, liken… Gehe in dich! Überlege, was du vor einer Stunde gemacht hast. Beispielhaft. Sagen wir mal, du hast Instagram besucht. Nein, du hast dich durch Instagram gescrollt. Bilder, Bilder, Bilder! Zwischendurch ein Fingerzucken, wieder und wieder hinterließest du ein Like. Beschreibe mir 5 Bilder, die dir tatsächlich bewusst in Erinnerung geblieben sind. — Oha, jetzt wird es schwer, oder?

In den seltensten Fällen nimmst du den Instagram-Feed wirklich wahr. Gleich einem Zombie scrollst du dich durch. Aus reiner Gewohnheit. Meist nur, um kurz mal hereinzuschauen. Verpasse ich etwas? Bewusst darauf achtend habe ich festgestellt, täglich mehrfach Instagram aufzurufen, kurz die Stories anzuschauen. Die ersten 5 oder 6, danach scrolle ich ein wenig runter und schließe die App. Es bringt mir nichts, weil ich es nicht nutze, sondern lediglich konsumiere. Oberflächlich! Ziellos!

Nun, du hast verstanden, dass deine Kurzbesuche auf Instagram, TikTok, Snapchat, usw. eines gemein haben: Vergessen. Ja, Bilder sind schön und du wirst einigen Usern bewusst folgen. Darum geht es nicht. Hierbei geht es tatsächlich um das Prinzip. Überfluss und Selektion.

Fakt ist: der Mensch ist im 21. Jahrhundert ein sehr oberflächlich Nutzer. Oberflächlich in seiner Wahrnehmung. Subjektive Selektivität. Du bist quasi auf Droge. Optisch gesteuert, belohnst du dich mehrfach täglich mit Bildern und likest, was dir spontan gefällt. In der Fülle an Informationen ist dies nachvollziehbar und nicht weiter verwerflich.

Was mache ich anders? Was versuche ich anders zu machen? Wenn du diesen Text liest einiges. Offensichtlich hast du entschieden ein paar Minuten deiner kostbaren Zeit für diesen Text zu verwenden, verschwenden, …

Ich setze über jeden Beitrag ein Banner. Jeweils gleich groß (1200x200px) mit Fokussierung auf das wesentliche Element des Artikels. Somit lenkt nicht ausschließlich das Bild, sondern zusätzlich der angezeigte Textauszug.

Du entschleunigst und verfällst nicht direkt dem üblichen Trott: „Oh, die Wolken gefallen mir… Das Laub ist schön bunt… Patrick Stewart…“ Natürlich nimmst du immer zuallererst den Bildschnipsel wahr. Gleichzeitig biete ich deinem Gehirn an, sich den Text unter dem Schnipsel genauer anzusehen. Du erfasst den Titel und einen Textausschnitt, der wissentlich in einer Schreibschrift gehalten ist. Das löste vermutlich aus , weshalb du an dieser Zeile angekommen bist. Du hast Interesse am Inhalt.

Deine Oberflächlichkeit verpufft. Mag sein, dass du am Ende dieses Textes denkst: ‚Was für ein Schwachsinn, was für eine Zeitverschwendung!‘

War es das? Im Gegenteil: Du hast wahrscheinlich verstanden, weshalb ich meinen Blog eher nüchtern gestalte. Wenn du meinem Blog folgst, folgst du aus Überzeugung. Du entscheidest bewusst, dass du meinen Content lesen möchtest. Nicht das Bild hat dich kurz schauen lassen, nicht der SEO-Text hat Traffic bei mir erzeugt. Du hast dich auf mich eingelassen. Und darum geht es mir. Dich entschleunigen und ein Stück weit zurückzuführen auf den Pfad, den wir alle verlassen haben. Sich die Zeit zu nehmen, um etwas bewusst zu genießen, den Fokus setzen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir dazu einen Kommentar hinterlässt, vielleicht meinen Blog abonierst. Halte dich sehr gerne auf dem Laufenden und begleite mich auf meiner Reise. Eine Reise durch mein Leben, häppchenweise serviert.

Nicolas

Welchen Nutzen oder Vorteil sollte es uns bringen, wenn wir unablässig unsere Gedanken auf solche Dinge richten, die wir verlassen müssen. Es ist weit vernünftiger, unsere Liebe den Dingen zuzuwenden, die ewig währen.

Leo I., der Große (um 400 – 461), römischer Papst

Schreibe einen Kommentar